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Winternacht
Schneekristall fällt leise nieder
und es schimmert Glanzgefunkel
nie so viele Sterne trug die Nacht.
Sterngeriesel – mehr als sonst
Welt weihnachtlich geschmückt.
Über‘ m nächtlich hohen Feuer
Flammenmeer ins weite strebt
Funkenflug die Sterne küßt
die in feierlicher Stille
auf die Erde fallen von so weit.
Singen dir die alte Weise,
fernes Lied das in der Wintereinsamkeit verklingt
und das dir – unsäglich zu entwirr‘ n
Funke wird der steigt
und wieder Stern der aus der Ewigkeit
ins Dunkel fällt und schweigt.
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Zeitmoment
Die Zeit geht weiter,
sie geht über alle Dinge
wie die Sense übers Ährenfeld.
In dir bleibt sie manchmal
für Augenblicke steh’n.
Eine Blume erblüht dann,
pflück‘ sie und nimm sie mit
und denk‘ an sie,
wenn du zwischen Ursache und Wirkung
der gnadenlosen Uhr
einmal noch aufschaust.
So ein Moment der Zeit
wird Ewigkeit in dir.
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Feuer
Hohe Flamme schlägt empor
in den Himmel, zu den Sternen;
Feuer entreißt sich dem Dunkel
bezwingt vor dir den Erdenbann.
Und in hohem Dunkel stehst du,
schaust was verborgen in den Tagen
wenn ans End’ der Welt Gedanken
Träume sehnen, die dich tragen
aus Zeit und Raum und Abend.
Da ward die Zeit so weit
und du begreifst die Stunde –
und was da in die Nacht verbrennt
ist Hoffnung und ist Glück
ist Zeit ist Augenblick,
ist Tod und Ewigkeit.
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Herbst
Die Gänse ziehen mit lautem Schrei
über den Sommer hin.
Laß die Blumenwiesen Sommerbilder sein
denn der Herbst hat sich erhoben
und nun bluten alle Kronen.
Off’ne Astern wollen da noch Juli seh‘ n
wo längst Gewißheit wacht.
Sommerträume versunken – schon verloren!
Und wenn die Winterkönige gekommen
kalter Schnee das Gras versteckt
frierend Laub sich an den Bäumen hält
und was fallen muß das fällt.
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Herbst II

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